Entwurf
Was
an dieser Stelle einst stattfand, im städtebaulichen Kontext
betrachtet, möchten wir im Jetzt und im Morgen erlebbar
machen. Wir
folgen der gegebenen 3-Teilung der rudimentär vorhandenen
Kubatur, ablesbar an den Niveauunterschieden sowie an den
die Straßenfassade berührenden Trennwänden.
An
den beiden "Flügeln" erfolgt die Hauptnutzung
- das Wohnen. Das
Scharnier bildet die vertikale Erschließung - ablesbar von
beiden "Vorder"-Seiten.
...form follows function ... - zieht an dieser Stelle den unabwendbaren Bruch der Traufe
nach sich, denn die Treppe erschließt auch das behütete
Geschoss - nicht nur die erforderliche Kopffreiheit im obersten
Treppenlauf begründet damit die Überhöhung. Die
Verbindung in die gebaute Umgebung erfährt unser Entwurf
durch den ruhigen Takt der Achsenfolge sowie der im Umfeld
wieder
zu findenden Faschen.
Der
3-Teilung verpflichtet und dem, was innen stattfindet, erfolgt
auch hier eine Differenzierung der beiden Wohnbereiche.
Diese
drückt sich aus in der Größe und in der Teilung der Fensterflächen
- auch ein identifizierendes Moment für den zukünftigen
Bewohner der Nordwohnung. Zitiert
wird lediglich der aus dem Bestand geborgene Sandstein-Korbbogen
mit Säulen und Säulenpostamenten. Die
Treppenstufen finden sich ebenso vor dem ehemaligen Eingang
wieder.
Im
mittleren Feld wird die vertikale Verglasung nach oben bis
an den Sims geführt. Einzig der zu öffnende Fensterflügel
tritt erkennbar aus dem Band hervor. Abgestellt wird die
Verglasung auf einer sockelhohen
Sandsteinplatte, die eine Verbindung zum rechten Teil herstellt.
Die Sprossierung im oberen Treppenlauf schafft wiederum
eine Verbindung zur linken Seite der Straßenfassade.
Die
Innenräume sind offen gehalten und das Treppenhaus wird
neben seiner Funktion zum hohen Erlebnis.